Oktober 2013

Wirtschaftsjunioren besuchen Exner Trenntechnik

Artikel in der Braunschweiger Ausgabe des Magazins IHK Wirtschaft.

WJ-Sprecher Björn-Marcus Hapke und Exner-Geschäftsführer Stefan Richter begutachten Metallschrott, der durch modernes Recycling zu hochwertigem Granulat verarbeitet wird.           Foto: Andre Bertram
WJ-Sprecher Björn-Marcus Hapke und Exner-Geschäftsführer Stefan Richter begutachten Metallschrott, der durch modernes Recycling zu hochwertigem Granulat verarbeitet wird. Foto: Andre Bertram

Das Unternehmen Exner Trenntechnik GmbH betreibt am Standort Langelsheim auf einem Grundstück mit einer Größe von 100 000 m2 aktives Recycling mittels innovativer und klassischer Recyclingtechnologien. Dabei werden Altstoffe verschiedener Art und Herkunft gesammelt, selektiert und der größte Anteil zu hochwertigen Sekundärrohstoffen aufbereitet. Die aufbereiteten Materialien erfüllen höchste Standards und werden als Sekundärrohstoffe direkt in zum Beispiel Stahlwerken, Schmelzwerken, Papier- und Kunststofffabriken eingesetzt.


Bei einer Betriebsstudie am 24. Oktober erhielten die Wirtschaftsjunioren von Exner-Geschäftsführer Stefan Richter eine Einführung in die Recyclingtechnik. Die Verwertung von Metallen aus fast allen Produkten des Warenkreislaufs gehört zu den Kernkompetenzen der Exner Trenntechnik GmbH, so Richter. Die metallhaltigen Abfallstoffe, darunter NE-Metalle aus LVP, Pfanddosen, Aluminiumgeschirr oder MBA-Schrotte, werden zerkleinert und durch Absaugung gereinigt. In mehreren Stufen der Verkugelung, Fe- und Leichtstoffentfrachtung sowie weiteren Reinigungs-und Sortierprozessen kommen die vorgereinigten Stoffe in den Feinsortierungsabschnitt der Trenntechnik. Hier werden die Metalle mittels zahlreicher nachgeschalteter Behandlungsverfahren (Siebe, Setztische, Wirbelstromabscheider, Elektrostat etc.) gereinigt und klassifiziert.

Die gewonnenen Metallrohstoffe werden an Hersteller aus der Industrie und Recycling zur Verfügung. geliefert. So erhalten die Edelmetallschmelzen Kupfer, Messing, Gold und Silber. Zink geht an spezielle Zinkhütten und an Armaturenhersteller. Aluminium wird als Desoxidationsaluminium in europäischen Stahlwerken und als Zusatzstoff in diversen Einsatzbereichen der chemischen Industrie verwendet. Die Stahlindustrie nutzt Eisen zum Beispiel als Kühlschrott und Regranulierer verarbeiten Kunststoffe. Reststoffe wie Folien, Textilien, Gummi und Holz werden als Ersatzbrennstoff der energetischen Verwertung zugeführt. Der Betriebsrundgang war für die Teilnehmer der Betriebsstudie sehr beeindruckend.

Quelle: IHK Wirtschaft, Braunschweig, 12/2013